Geldanlage

Tagesgeld, Festgeld oder ETF: Wohin mit dem Ersparten?

8 Min Lesezeit · Aktualisiert am 9.9.2026

Es gibt nicht die eine richtige Geldanlage – sondern für jeden Zweck die passende. Entscheidend sind drei Fragen: Wann brauchst du das Geld, wie viel Schwankung hältst du aus, und was bleibt nach Inflation und Steuern übrig?

Die Drei-Töpfe-Regel

  • Notgroschen (3–6 Monatsausgaben): Tagesgeld, jederzeit verfügbar
  • Geplante Ausgaben in 1–5 Jahren: Festgeld oder Festgeldtreppe
  • Langfristiges Vermögen ab 10 Jahren: breit streuender ETF-Sparplan

Tagesgeld: flexibel, aber variabel

Der Zins kann jederzeit angepasst werden. Lockangebote gelten oft nur für Neukunden und wenige Monate. Achte auf die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro je Kunde und Bank innerhalb der EU. Mit dem Tagesgeldrechner siehst du, was nach Zinseszins, Abgeltungsteuer und Soli übrig bleibt.

Festgeld: planbar, aber gebunden

Der Zins steht für die gesamte Laufzeit fest, dafür kommst du vorher nicht an das Geld. Eine Festgeldtreppe – also mehrere Tranchen mit ein, zwei und drei Jahren Laufzeit – kombiniert Planbarkeit mit regelmäßiger Verfügbarkeit.

ETF: die höchste erwartete Rendite, aber mit Schwankung

Ein weltweit streuender Aktien-ETF hat historisch rund 6 bis 8 Prozent pro Jahr erzielt – allerdings mit zwischenzeitlichen Rückgängen von 40 Prozent und mehr. Deshalb gehört dort nur Geld hinein, das mindestens zehn Jahre liegen bleiben darf. Steuerlich fallen Abgeltungsteuer, Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer an, gemindert um die Teilfreistellung bei Aktienfonds und den Sparerpauschbetrag.

Die Inflation nicht vergessen

Zwei Prozent Zinsen bei drei Prozent Inflation bedeuten real ein Minus. Der Inflationsrechner zeigt dir, wie stark die Kaufkraft deines Guthabens über die Jahre sinkt – und warum reines Parken auf dem Konto langfristig teuer ist.

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