🏠Immobilien

Mietrendite-Rechner

Zuletzt geprüft: 28.04.2026

Berechne Brutto- und Nettomietrendite deiner Anlageimmobilie – inkl. Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten.

🔀 Szenarien vergleichen
Zwei Berechnungen nebeneinander — ideal, um Szenarien direkt zu vergleichen.

Beispielrechnung

Bei 300.000 € Kaufpreis, 30.000 € Nebenkosten und 1.000 € Kaltmiete liegt die Bruttorendite bei 4,0 % und die Nettorendite (nach Bewirtschaftung & Rücklagen) bei rund 2,6 %.

So funktioniert der Mietrendite

Die Mietrendite ist die wichtigste Kennzahl für Kapitalanleger im Immobilienbereich. Sie zeigt, wie viel Prozent Ertrag deine Immobilie pro Jahr im Verhältnis zum eingesetzten Kapital bringt.

Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete / Kaufpreis × 100. Sie ist der schnelle Vergleichswert, blendet aber Kosten aus.

Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten − Instandhaltung) / (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100. Realistischer und aussagekräftiger.

Faustregel: Eine Bruttorendite ab 4–5 % gilt in deutschen Großstädten als solide, in B- und C-Lagen sind 5–7 % möglich. Der Kaufpreisfaktor (Kaufpreis / Jahreskaltmiete) sollte idealerweise unter 25 liegen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist eine gute Mietrendite?

In A-Städten (München, Hamburg) 2,5–3,5 % brutto realistisch, in B-/C-Lagen 4–6 %. Netto sollten nach Bewirtschaftung mindestens 2–3 % verbleiben (Quelle: JLL Wohnimmobilienmarktbericht 2025).

Was sind nicht umlagefähige Kosten?

Verwaltungskosten, Instandhaltung am Sondereigentum, Mietausfälle, Kontoführungs-/Bankgebühren. Sie trägt allein der Eigentümer (§ 1 II BetrKV).

Was ist der Kaufpreisfaktor?

Kaufpreis dividiert durch die Jahreskaltmiete. Niedrig = günstig. Werte über 30 deuten auf überteuerte Märkte hin – in München liegt der Faktor häufig über 35.

Wie hoch sollte die Instandhaltungsrücklage sein?

Faustregel: 1 €/m²/Monat bei Bestand, 0,50 € bei Neubau. Genauer nach Petersscher Formel: (1,5 × Herstellungskosten) / 80 Jahre / Wohnfläche.

Welche Steuern fallen für Vermieter an?

Mieteinnahmen sind als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) zu versteuern. Schuldzinsen, AfA (2 % linear), Reparaturen mindern den Gewinn.

Was ist die AfA?

Absetzung für Abnutzung: 2 % p.a. auf den Gebäudewert (Anschaffung ab 1925), für Bauten ab 2023 sogar 3 % bei Neubauten (§ 7 Abs. 4 EStG).

Wann lohnt sich Eigenkapitaleinsatz?

Hebelwirkung: Solange die Brutto-Mietrendite über dem Kreditzins liegt, steigt die EK-Rendite mit weniger eingesetztem Eigenkapital – aber auch das Risiko.

Wie wirkt sich die Mietpreisbremse aus?

In angespannten Wohnungsmärkten dürfen Neuvermietungen max. 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (§ 556d BGB). Verlängert bis 2029.

Was sind die Risiken einer Anlageimmobilie?

Mietausfall, Leerstand, größere Reparaturen, Wertverlust bei Lagestrukturwandel, Zinsänderungsrisiko bei Anschlussfinanzierung, Klumpenrisiko.

Wie wichtig ist die Lage?

Entscheidend. Empfehlung: Mikrolage prüfen (ÖPNV, Infrastruktur, Schulen), Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftskraft (BIP-Wachstum, Arbeitslosenquote).

Was ist die Spekulationssteuer?

Verkaufsgewinne sind nach 10 Jahren Haltefrist steuerfrei (§ 23 EStG). Bei Eigennutzung im Verkaufsjahr und den 2 vorherigen Jahren: sofortige Steuerfreiheit.

Wo finde ich seriöse Marktdaten?

Empirica, IW Köln, JLL, BBSR, Bulwiengesa, Statistisches Bundesamt sowie der Mietspiegel der jeweiligen Stadt.

Quellen & rechtliche Grundlagen

Dieser Rechner basiert auf folgenden offiziellen Quellen. Alle Werte werden jährlich überprüft und aktualisiert.

Weitere Rechner aus Immobilien

Hintergrundwissen im Ratgeber

War diese Seite hilfreich?