Baufinanzierung

Nebenkosten beim Hauskauf: Womit du 2026 wirklich rechnen musst

7 Min Lesezeit · Aktualisiert am 9.9.2026

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Die Kaufnebenkosten musst du in aller Regel aus Eigenkapital zahlen, weil Banken sie nicht mitfinanzieren. Wer sie unterschätzt, scheitert an der Finanzierungszusage.

Die vier großen Posten

  • Grunderwerbsteuer: 3,5 bis 6,5 Prozent, je nach Bundesland
  • Notar: rund 1,0 bis 1,5 Prozent, gesetzlich festgelegt
  • Grundbuchamt: rund 0,5 Prozent für Eigentumsumschreibung und Grundschuld
  • Maklerprovision: meist 3,57 Prozent für die Käuferseite, geteilt mit dem Verkäufer

Was viele vergessen

Hinzu kommen Kosten, die in keinem Kaufvertrag stehen: Gutachter oder Bausachverständiger, Umzug, Küche, Renovierung, neue Möbel, Grundsteuer ab Übergabe, eventuell Bereitstellungszinsen bei Neubau und die Wohngebäudeversicherung. Plane dafür eine zusätzliche Reserve von mindestens fünf Prozent des Kaufpreises ein.

Wo du legal sparst

Bewegliches Inventar – Einbauküche, Sauna, Markise – kann im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden und unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer. Der Betrag muss aber realistisch sein, üblich sind maximal etwa 15 Prozent des Kaufpreises. Beim Neubau lohnt es sich, Grundstück und Bauleistung getrennt zu beauftragen, sofern die Verträge nicht rechtlich verknüpft sind.

Erst rechnen, dann besichtigen

Ermittle mit dem Immobilien-Budget-Rechner zuerst deinen realistischen Kaufpreisrahmen und lasse dir die Nebenkosten vom Kaufnebenkosten-Rechner exakt für dein Bundesland ausweisen. So weißt du vor der ersten Besichtigung, was passt.

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