Kinder-Rentenversicherung Rechner 2026
Lohnt sich eine Kinder-Rentenversicherung – oder ist ein schlichter ETF-Sparplan die bessere Kindervorsorge? Der Rechner stellt beide Wege gegenüber, berücksichtigt Abschluss- und Effektivkosten der Versicherung und rechnet auf Wunsch die geplante Frühstart-Rente mit 10 € staatlichem Zuschuss pro Monat ein.
Beispielrechnung
Kind ist 3 Jahre alt, 100 € Sparrate bis 18, danach ruht der Vertrag bis 67, 6 % Rendite: Die Versicherung mit 1,2 % Effektivkosten und 2,5 % Abschlusskosten kommt auf rund 150.000 €, der ETF-Sparplan mit 0,2 % Kosten auf rund 260.000 €. Die eingerechnete Frühstart-Rente steuert dabei 1.440 € an Zuschüssen bei.
So funktioniert der Kinder-Rentenversicherung
Eine Kinder-Rentenversicherung ist eine private Rentenversicherung, die Eltern oder Großeltern auf den Namen des Kindes abschließen. Der große Vorteil sind die sehr lange Laufzeit und die garantierte Verrentung, der große Nachteil sind die Kosten: Abschlusskosten von typischerweise 2,5 % der Beitragssumme (verteilt über fünf Jahre, § 169 Abs. 3 VVG) plus laufende Verwaltungs- und Fondskosten von oft 1 bis 2 % pro Jahr. Über Jahrzehnte kostet jeder Prozentpunkt Rendite ein Vermögen — genau das macht der Rechner sichtbar.
Frühstart-Rente: Geplant ist, dass der Staat für jedes Kind zwischen dem 6. und dem 18. Geburtstag 10 € im Monat in ein Altersvorsorgedepot einzahlt — insgesamt 1.440 €, die bis zum Rentenalter weiter angelegt bleiben und erst im Ruhestand ausgezahlt werden. Das Vorhaben ist politisch beschlossen als Ziel, aber noch nicht in Kraft; der Rechner behandelt es deshalb als Option.
Rechenweg: Beiträge werden monatlich verzinst, Kosten mindern die Rendite direkt (Rendite minus Effektivkosten). Die Abschlusskosten werden über die ersten fünf Jahre vom Beitrag abgezogen. Für die Monatsrente rechnet der Rechner mit einem Rentenfaktor von 26 € je 10.000 € Kapital — marktüblich, aber bei vielen Verträgen nicht garantiert.
Steuern und Zugriff: Bei Rentenversicherungen ist ab 62 Jahren und 12 Jahren Laufzeit nur die Hälfte des Ertrags steuerpflichtig (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG), bei lebenslanger Rente greift der niedrige Ertragsanteil. Dafür ist das Geld sehr lange gebunden. Ein Depot bleibt flexibel, gehört aber rechtlich dem Kind, sobald es auf dessen Namen läuft.
Häufige Fragen (FAQ)
Lohnt sich eine Kinder-Rentenversicherung?⌄
Selten allein wegen der Rendite: Abschluss- und Verwaltungskosten kosten über Jahrzehnte oft ein Drittel des Endkapitals. Sie kann sinnvoll sein, wenn eine garantierte lebenslange Rente und eine feste Bindung des Geldes ausdrücklich gewünscht sind.
Was ist die Frühstart-Rente?⌄
Ein politisches Vorhaben: Der Staat zahlt für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Lebensjahr 10 € im Monat in ein privates Altersvorsorgedepot. Das Kapital bleibt bis zum Rentenalter gebunden und wird erst dann ausgezahlt.
Wie viel sollte ich für mein Kind sparen?⌄
Das hängt vom Ziel ab: Für Führerschein, Ausbildung oder erste Wohnung reichen 25 bis 75 € im Monat bis 18. Für eine echte Zusatzrente wirkt jeder Euro deutlich stärker, weil er 60 Jahre Zeit hat.
Versicherung oder ETF-Sparplan?⌄
Der Rechner zeigt beides. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan ist günstiger und flexibler; die Versicherung bietet Garantien und eine automatische Verrentung, kostet dafür aber laufend Rendite.
Kann ich den Vertrag später kündigen?⌄
Ja, aber gerade in den ersten Jahren ist der Rückkaufswert wegen der verteilten Abschlusskosten oft deutlich niedriger als die eingezahlten Beiträge. Beitragsfreistellung ist meist die bessere Alternative zur Kündigung.
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