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Forward-Darlehen-Rechner

Zuletzt geprüft: 28.04.2026

Läuft deine Zinsbindung in ein bis fünf Jahren aus? Mit einem Forward-Darlehen sicherst du dir die heutigen Konditionen im Voraus — gegen einen Zinsaufschlag je Monat Vorlaufzeit. Der Rechner zeigt, ab welchem künftigen Marktzins sich die Zinssicherung rechnet und was sie über die neue Zinsbindung kostet.

🔀 Szenarien vergleichen
Zwei Berechnungen nebeneinander — ideal, um Szenarien direkt zu vergleichen.

Kein gesetzlich fixierter Wert: Der Aufschlag ist ein bankindividueller Marktaufschlag und variiert je nach Anbieter und Vorlaufzeit — Angebote vergleichen und den eigenen Wert eintragen.

Der erwartete Zins bei Ablauf ist eine Annahme des Nutzers — niemand kann die künftige Zinsentwicklung sicher vorhersagen. Der Forward-Aufschlag ist der Preis für die Zinssicherheit über die Vorlaufzeit.

Beispielrechnung

180.000 € Restschuld, 30 Monate Vorlauf, 0,02 % Aufschlag je Monat: Der Forward-Zins liegt 0,6 Prozentpunkte über dem heutigen Niveau — die Sicherung lohnt sich, wenn der Marktzins bis dahin stärker steigt.

So funktioniert der Forward-Darlehen

Ein Forward-Darlehen ist eine Anschlussfinanzierung, die heute abgeschlossen und erst später ausgezahlt wird. Üblich sind Vorlaufzeiten bis 60 Monate. Die Bank verlangt dafür einen Forward-Aufschlag von typischerweise 0,01 bis 0,03 Prozentpunkten je Monat Vorlauf.

Der Vergleich ist ein Wettbüro auf die Zinsentwicklung: Steigen die Zinsen bis zur Ablösung stärker als der Aufschlag, hast du gewonnen. Bleiben sie gleich oder fallen sie, zahlst du drauf. Der Rechner ermittelt den Break-even-Zins, ab dem sich die Sicherung rechnet.

Wichtig: Ein Forward-Darlehen ist verbindlich. Wird es nicht abgenommen, verlangt die Bank eine Nichtabnahmeentschädigung. Nach zehn Jahren ab Vollauszahlung besteht das Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB mit sechs Monaten Frist.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie hoch ist der Forward-Aufschlag üblicherweise?

Je nach Bank und Marktlage 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte pro Monat Vorlaufzeit. Die ersten sechs bis zwölf Monate sind bei vielen Anbietern aufschlagsfrei.

Wie lange im Voraus kann ich abschließen?

Üblich sind bis zu 36 Monate, einzelne Banken bieten bis 60 Monate an. Je länger der Vorlauf, desto teurer die Absicherung.

Was passiert, wenn ich das Darlehen nicht abnehme?

Die Bank berechnet eine Nichtabnahmeentschädigung. Ein Forward-Darlehen sollte deshalb nur abgeschlossen werden, wenn die Anschlussfinanzierung sicher benötigt wird.

Kann ich statt Forward auch später prolongieren?

Ja. Die Prolongation beim bisherigen Kreditgeber ist unkompliziert, aber selten die günstigste Option. Ein Vergleich mit einer Umschuldung lohnt sich fast immer.

Gibt es ein Sonderkündigungsrecht?

Nach § 489 BGB können Darlehensnehmer zehn Jahre nach Vollauszahlung mit sechsmonatiger Frist kündigen — unabhängig von der vereinbarten Zinsbindung.

Lohnt sich Forward bei fallenden Zinsen?

Nein. Dann zahlst du den Aufschlag umsonst. Wer fallende Zinsen erwartet, wartet die Prolongation ab oder wählt eine kürzere Zinsbindung.

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