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ETF-Entnahmeplan-Rechner

Zuletzt geprüft: 28.04.2026

Wie lange reicht dein Vermögen, wenn du monatlich entnimmst? Berechne deinen Entnahmeplan inklusive Inflation und Renditeerwartung.

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Zwei Berechnungen nebeneinander — ideal, um Szenarien direkt zu vergleichen.

Beispielrechnung

Bei 500.000 € Startvermögen, 2.000 € monatlicher Entnahme, 5 % Rendite und 2 % Inflation reicht dein Kapital ca. 34 Jahre. Nach der 4-%-Regel wären rund 1.667 € pro Monat dauerhaft tragbar.

So funktioniert der ETF-Entnahmeplan

Der Entnahmeplan ist das Gegenstück zum Sparplan – du baust kein Vermögen mehr auf, sondern lebst davon. Wichtig: Die monatliche Entnahme wird jedes Jahr an die Inflation angepasst, sonst verlierst du real Kaufkraft.

Die berühmte 4-%-Regel (Trinity-Studie) besagt: Wer jährlich 4 % seines Startvermögens entnimmt (inflationsangepasst), kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit 30+ Jahre aus – bei einem typischen Aktien/Anleihen-Portfolio.

Sequence-of-Returns-Risiko: Schwache Renditen am Anfang der Entnahmephase sind besonders gefährlich. Plane mit Sicherheitspuffer (z. B. 2–3 Jahre Cash-Reserve) und sei flexibel bei den Entnahmen in Krisenjahren.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist die 4-%-Regel?

Trinity-Studie (1998): Mit 4 % jährlicher Entnahme aus einem 50/50-Portfolio (Aktien/Anleihen) reicht das Vermögen mit hoher Wahrscheinlichkeit 30 Jahre.

Wie viel Kapital brauche ich für die Privatier-Rente?

Jahresentnahme × 25 (entspricht 4 %). Für 2.000 €/Monat: 600.000 €. Sicherheitspuffer +20 % empfehlenswert.

Was ist das Sequence-of-Returns-Risiko?

Schwache Renditen direkt nach Entnahmebeginn schmälern das Kapital überproportional – auch bei guter Durchschnittsrendite. Gegenmaßnahme: 2–3 Jahre Cashpuffer.

Wie versteuere ich Entnahmen?

Nur Kursgewinne unterliegen der Abgeltungsteuer (25 % + Soli, ggf. KiSt). Teilfreistellung 30 % bei Aktien-ETFs (§ 20 InvStG).

Was ist die FIFO-Regel?

First-In-First-Out (§ 20 EStG): Die ältesten Anteile gelten als zuerst verkauft – meist mit höchstem Gewinn und damit höchster Steuerlast.

Wie wirkt sich Inflation auf die Entnahme aus?

Reale Kaufkraft sinkt um die Inflationsrate. Die Entnahme sollte jährlich angepasst werden – sonst real ärmer trotz gleichbleibender Beträge.

Welche Asset-Allokation für Entnahmephase?

Klassisch 60/40 (Aktien/Anleihen). Glide-Path: in Krisen Aktienquote senken oder Cash-Puffer aufbauen (Bogleheads-Empfehlung).

Was ist die Bucket-Strategie?

Drei Töpfe: 1) 1–2 Jahre Cash, 2) 3–7 Jahre Anleihen, 3) ab 8 Jahre Aktien. Reduziert das SoRR und glättet Schwankungen.

Was ist die dynamische Entnahme?

Entnahmebetrag wird jährlich an Marktentwicklung angepasst (z. B. Guyton-Klinger-Regel). Erhöht Sicherheit gegenüber starrer 4-%-Regel.

Wie sicher ist die 4-%-Regel?

Historisch >95 % Erfolgsquote über 30 Jahre. Bei längerer Entnahmedauer (40+ Jahre) auf 3,3–3,5 % reduzieren.

Welche Rolle spielen Anleihen?

Sie reduzieren die Volatilität und liefern in Aktienkrisen oft positive Renditen. Bei extrem niedrigen Realzinsen ist die Schutzwirkung allerdings reduziert.

Wo finde ich seriöse Studien?

Trinity Study, Wade Pfau (Retirement Researcher), early-retirement.org, Gerd Kommer (gerd-kommer.de) und Finanztip-Ratgeber Entnahmeplan.

Quellen & rechtliche Grundlagen

Dieser Rechner basiert auf folgenden offiziellen Quellen. Alle Werte werden jährlich überprüft und aktualisiert.

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