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Restwertrechner für Pkw (Schätzung)

Zuletzt geprüft: 28.04.2026

Wie viel ist mein Auto noch wert? Der Restwertrechner schätzt den heutigen Marktwert eines Pkw auf Basis durchschnittlicher Wertverlustkurven (ADAC, Schwacke, DAT) – aus Neupreis, Erstzulassung, Kilometerstand, Antrieb und Fahrzeugklasse. Wichtig: Es ist eine Schätzung, kein Gutachten.

Faustformel-Modell: Jahr 1 −24 % (Benzin), −22 % (Diesel), −35 % (Elektro), −26 % (Hybrid). Jahre 2–4 jeweils −12 %, Jahre 5–8 jeweils −8 %, ab Jahr 9 −5 % p. a. zzgl. Klassen- und Kilometer-Korrektur.

Beispielrechnung

Mittelklasse-Benziner, Neupreis 35.000 €, Erstzulassung vor 5 Jahren, 75.000 km: Restwert-Quote rund 43 % → geschätzter Wert ca. 15.000 €. Wertverlust ca. 4.000 € pro Jahr. Ein vergleichbares E-Auto würde mit ca. 11.500 € deutlich tiefer liegen, weil Elektroautos im ersten Jahr stärker abwerten.

So funktioniert der Restwertrechner

Der Wertverlust ist neben Kraftstoff und Versicherung der größte Posten der Pkw-Vollkosten – beim Neuwagen oft 40–55 % der Gesamtkosten je Kilometer. Die hier genutzte Faustformel orientiert sich an den durchschnittlichen Restwertkurven aus den Markt-Reports von ADAC, Schwacke und der Deutschen Automobil Treuhand (DAT): das erste Jahr ist mit Abstand das teuerste, danach flacht die Kurve deutlich ab.

Konkret: Im ersten Jahr verliert ein Benziner rund 24 %, ein Diesel 22 %, ein Hybrid 26 % und ein reines E-Auto 35 % des Neupreises. In den Jahren 2 bis 4 kommen jeweils ca. 12 % vom Restwert dazu, danach pendelt sich der Verlust bei 5–8 % pro Jahr ein. Ein Klassen-Faktor (Oberklasse: stärkerer Verlust, SUV: leicht stabiler) und eine Kilometer-Korrektur gegenüber 15.000 km Referenz-Laufleistung pro Jahr verfeinern das Ergebnis.

Was der Rechner bewusst nicht abbildet: Modell, Motorisierung, Ausstattung, Lack- und Innenraumzustand, Service-Heft, Unfallhistorie, regionale Nachfrage und tagesaktuelle Marktlage. Diese Faktoren können den Wert um ±20 % verschieben. Für eine konkrete Bewertung ist ein Schwacke- oder DAT-Gutachten oder ein unverbindliches Online-Ankaufangebot (z. B. wirkaufendeinauto.de, Autoscout24) sinnvoll. Der Rechner liefert eine ehrliche Hausnummer – nicht mehr, nicht weniger.

Hinweis zur Datenlage: Aktuelle, modellgenaue Marktrestwerte gibt es nur über lizenzpflichtige Datenbanken (Schwacke-Liste, DAT, Eurotax). Ein freier, rechtssicherer Zugriff ist nicht möglich. Sobald wir eine Lizenz integrieren, ersetzen wir die Pauschalkurve durch echte Modellpreise.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie genau ist die Schätzung?

Für Standardfahrzeuge typischer Ausstattung mit normalem Kilometerstand: ±15–20 %. Bei Sondermodellen, Luxusausstattung, Unfallwagen oder seltenen Farben kann die Abweichung deutlich größer sein. Für eine konkrete Verkaufsentscheidung immer mehrere Quellen (Schwacke, mobile.de Marktpreis, Online-Ankäufer) heranziehen.

Warum verlieren E-Autos im ersten Jahr stärker?

Schnelle Modellzyklen, fallende Akkupreise und damit sinkende Neupreise neuer Modelle drücken den Gebrauchtmarkt. Hinzu kommt die Sorge vor Akkudegradation. Mit zunehmender Marktreife (ab Modelljahr 2023+) gleicht sich der Wertverlust an Verbrenner an.

Welche Rolle spielt der Kilometerstand?

Sehr große. Pro 1.000 km über der Referenz-Laufleistung von 15.000 km/Jahr rechnet der Rechner ca. 20 € Wertabschlag. In der Praxis: Ein Pkw mit 200.000 km kann im Privatmarkt 30–50 % unter dem Schwacke-Wert liegen.

Was ist der Unterschied zwischen Schwacke und DAT?

Beide sind kommerzielle Bewertungssysteme. Schwacke wird vor allem im Handel genutzt, DAT ist die Referenz im Gutachterwesen (z. B. nach Unfällen). Beide kosten – kostenfreie Online-Bewertungen sind ein guter erster Schritt, aber kein vollwertiger Ersatz.

Was kostet ein offizielles Gutachten?

Online-Kurzbewertung: 0–25 €. Vollgutachten beim Sachverständigen (z. B. DEKRA, TÜV): 100–300 € je nach Umfang. Bei Streitigkeiten (Versicherung, Erbschaft) führt am Vollgutachten kein Weg vorbei.

Wie viel Wertverlust ist pro Jahr realistisch?

Faustregel: Neuwagen 15–20 % im 1. Jahr, danach 8–12 % vom Restwert. Über 10 Jahre Haltedauer summiert sich das auf 70–85 % Verlust. Lange Haltedauer und niedrige Kilometerleistung sind die wirksamsten Hebel gegen den Wertverlust.

Werden Sonderausstattung und Lack berücksichtigt?

Nein. Premium-Pakete (Lederausstattung, Navi, Assistenzpakete) erhöhen den Restwert beim Verkauf an Händler oft kaum, im Privatmarkt um 5–10 %. Metallic-Lack: +200–500 €, Sonderfarben können +/– 1.000 € ausmachen.

Lohnt sich Leasing gegenüber Kauf?

Wenn der Wertverlust hoch und schwer kalkulierbar ist (E-Auto, neue Modelle), schiebt Leasing das Restwertrisiko auf den Leasinggeber – das ist bares Geld wert. Bei Modellen mit stabilem Werteverlauf (Mittelklasse-Diesel, etablierte SUV) ist Kauf meist günstiger.

Welche Modelle halten den Wert am besten?

Aktuelle Top-3 nach DAT-Report: Porsche-Modelle, Toyota Hilux/Land Cruiser, Dacia Duster. Schwacher Wertverlauf historisch: Premium-Limousinen mit großen Motoren, frühe E-Auto-Generationen, exotische Antriebe (Erdgas).

Was, wenn das Auto einen Unfallschaden hatte?

Großer Bagatellschaden (sachgerecht repariert): −5 bis −10 %. Karosserieschaden mit Reparatur: −15 bis −25 %. Strukturschaden (Rahmen, Längsträger): bis −40 %. Schaden muss beim Verkauf angegeben werden, sonst Sachmangel.

Wo finde ich aktuelle Marktpreise vergleichbarer Fahrzeuge?

Auf mobile.de und Autoscout24 nach Modell, Baujahr, Kilometerstand filtern und 10–20 Inserate vergleichen. Realistischer Verkaufspreis liegt typisch 5–10 % unter den günstigsten Händler-Inseraten.

Soll ich den Wagen privat oder an einen Händler verkaufen?

Privatverkauf bringt 10–20 % mehr, kostet aber Zeit und Nerven. Händler/Online-Ankauf ist schnell und sicher (sofort Geld), aber preislich am unteren Ende. Inzahlungnahme beim Neuwagen-Kauf liegt oft dazwischen.

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