Gehaltserhöhungs-Rechner
Wie viel mehr Geld bringt deine Gehaltserhöhung wirklich – nominal und real nach Inflation?
Beispielrechnung
Aktuell 3.500 € brutto, +5 % Erhöhung: neues Gehalt 3.675 €, +175 €/Monat (+2.100 €/Jahr). Bei 2,5 % Inflation real nur +2,5 %.
So funktioniert der Gehaltserhöhung
Eine Gehaltserhöhung in Prozent klingt oft beeindruckend – die reale Kaufkraft wächst aber nur, wenn die Erhöhung über der Inflationsrate liegt. Bei 2,5 % Inflation und 3 % Erhöhung bleibt nominal mehr im Portemonnaie, real nur 0,5 %.
Dieser Rechner liefert dir drei Werte: das neue Bruttogehalt, das monatliche und jährliche Plus sowie die reale Steigerung nach Inflation (Reallohn-Index). Wichtig: Wegen der Steuerprogression bleibt netto meist deutlich weniger hängen – jedes zusätzliche €1.000 Brutto pro Jahr wird oft mit 32–42 % Grenzsteuersatz belastet.
Tipp: Kombiniere den Rechner mit unserem Brutto-Netto-Rechner: einmal mit aktuellem, einmal mit neuem Gehalt rechnen – die Differenz ist der echte Netto-Mehrwert. Steuerlich begünstigte Alternativen wie Sachbezug (50 €), Inflationsausgleichsprämie (steuerfrei bis 3.000 € bis 31.12.2024 möglich) oder bAV können oft mehr bringen als reine Brutto-Erhöhung.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viel Erhöhung ist üblich?⌄
Tariflich 2026 meist 3,0–5,5 % (z. B. öffentlicher Dienst, Metall- und Elektroindustrie). Außertariflich liegt der Median bei 3–4 %, bei Beförderung 8–15 % (Stepstone Gehaltsreport).
Wie berechne ich die reale Erhöhung?⌄
Reale Erhöhung ≈ nominale Erhöhung − Inflationsrate. Bei 4 % Erhöhung und 2,5 % Inflation bleibt real +1,5 % Kaufkraft.
Wann nach mehr Gehalt fragen?⌄
Klassisch beim Jahresgespräch, nach erfolgreichen Projekten, bei Übernahme zusätzlicher Verantwortung oder nach 18–24 Monaten ohne Anpassung.
Wie viel netto bleibt von der Erhöhung?⌄
Etwa 50–60 % – der Rest geht an Lohnsteuer und Sozialabgaben (Grenzsteuersatz 32–42 %, plus ~21 % SV bis zur Beitragsbemessungsgrenze).
Was ist ein realistisches Argument?⌄
Marktdaten (Stepstone, Kununu, Gehalt.de), Vergleich mit Kollegen, Umsatz-/Erfolgsbeitrag, Zertifikate, übernommene Mehrarbeit.
Erhöhung oder Bonus – was ist besser?⌄
Erhöhung ist langfristig wertvoller (Zinseszinseffekt fürs Gehalt, Renten- und Urlaubsgeld). Bonus ist flexibler für den Arbeitgeber.
Was ist mit der Inflationsausgleichsprämie?⌄
Bis 31.12.2024 konnten Arbeitgeber bis zu 3.000 € steuer- und SV-frei zahlen (§ 3 Nr. 11c EStG). Diese Sonderregel ist 2026 nicht mehr aktiv – stattdessen klassische Brutto-Erhöhung.
Welche Alternativen sind steuerlich attraktiv?⌄
50 € Sachbezug/Monat, Jobticket, Kita-Zuschuss, betriebliche Altersvorsorge (Entgeltumwandlung bis 7.248 € steuerfrei), Jobrad, Erholungsbeihilfe (§ 40 II EStG) oder VWL.
Wie wirkt sich Steuerprogression aus?⌄
Jeder zusätzliche Euro wird mit deinem Grenzsteuersatz belastet (z. B. 35 %), nicht mit dem Durchschnittssteuersatz – deshalb ist netto immer weniger als brutto/2.
Lohnt sich Jobwechsel?⌄
Statistisch ja: Wechsel bringen im Schnitt 10–20 % mehr Gehalt (Kienbaum, Stepstone). Internes Wachstum nur 2–4 % p.a.
Wie oft kann ich verhandeln?⌄
Realistisch alle 12–18 Monate. Bei Tarif jährlich automatisch zu Tarifrundenterminen.
Wo finde ich Gehaltsdaten?⌄
Gehalt.de, Kununu, Stepstone Gehaltsreport, Glassdoor, Statistisches Bundesamt (Verdienste und Arbeitskosten).
Quellen & rechtliche Grundlagen
Dieser Rechner basiert auf folgenden offiziellen Quellen. Alle Werte werden jährlich überprüft und aktualisiert.
Weitere Rechner aus Arbeit & Gehalt
War diese Seite hilfreich?